Die Spitze der KG Düsseldorfer Nordlichter e.V. schunkelt auf der Bühne, von links Adjutant und „Hofsänger“ Heinz Gaul, Burggrafenpaar Iris Athanassiou und Oskar Tasch-Schott, Präsident Claus-Dieter Martiny.

Narren nahmen Klemensplatz in Besitz

Den Klemensplatz, den ansonsten Passanten, Kunden der anliegenden Geschäfte, Ausflügler, Gäste des Stehbiergartens „Fuchs“ und der Freiluftgastronomie von Cafe-Schuster beherrschen, hatten am 16. Februar die Narren in Beschlag gelegt. Die Sonne strahlte über den Platz und auf die zahlreich erschienen Narren, mit und ohne Kostüm, viele mit Narrenkappe, rund um die kleine Bühne auf dem soliden Fundament des Stadtreliefs. Das Tambourcorps Barbarossa gab den Auftakt für das närrische Treiben mit zünftiger Musik. Das Aquila-Dance-Team der KG Düsseldorfer Nordlichter e.V., die für diesen Höhepunkt im Kaiserswerther Straßenkarneval verantwortliche zeichneten, setzten das Programm mit sportlichen Tänzen vor der Bühne fort. Präsident Claus-Dieter Martiny und das Burggrafenpaar Oskar Tasch Schott und Iris Athanssiou, alles professionelle rheinische Karnevalisten, moderierten im Wechsel die zahlreichen Programmpunkte und Auftritte benachbarter und befreundeter Karnevalsgesellschaften. Immer hatten sie einen flotten Spruch parat. „Hier in Kaiserswerth wird man nicht blau, sondern braun in der Sonne“. Die Band „Fetzer“, die Prinzengarde Blau-Weiß in Bataillonsstärke, Sängerin Jule, das Prinzenpaar der Landeshauptstadt, Kinderhoppeditz Jana , die närrischen Schmetterling mit dem Dreigestirn, die närrischen Marktfrauen, die Jolly Familiy – Martin Wilms, die Angermunder Elf Pille, die närrischen Lohauser, die Große Hildener Karnevalsgesellschaft und Melissa sorgten für beste, ausgelassene Stimmung in einem bis weit in den Nachmittag reichenden, bunten und mitreißenden Programm. Sogar Vorstand und Geschäftsführung des Comitee Düsseldorfer Carneval staunten und lobten, was die Kaiserswerther so hoch im Norden karnevalistisch auf die Beine bringen. Adjutant des Burggrafenpaares und Sänger Heinz Gaul fand viele Mitsänger des Kaiserswerther Karnevalschlagers mit dem Refrain „Hossa, Hossa, Barbarossa, Kaiserswerth ist kein Cannossa, Kaiserswerth ist Narrenstadt, wenn Hoppeditz das Sagen hat“. Verfasser sind Michael Adam und Elena Wohlreich. Vertont wurde der Ohrwurm von Rainer Kunert, der Heinz Gaul instrumental begleitete. Elena Wohlreich ist auch verantwortlich für den künstlerischen Entwurf und die Gestaltung des Kaiserswerther Karnevalswagen. Das Motto lautet „Kaiserswerth ein Honigfleck – Düsseldorf gemeinsam jeck“. Viele Hände haben beim Aufbau dieses Wagens geholfen. Mit ihm werden die Kaiserswerther Nordlichter beim großen Rosenmontagsumzug in Düsseldorf mitziehen. Vom „Spaß an der Freud`“ wollen die Nordlichter etwas weitergeben. Spenden, den Erlös aus einem „gebührenpflichtigen“ Karnevals-Anstecker und Überschüsse aus den Veranstaltungen erhält das therapeutische Reiten auf dem Knab`schen Hof der Diakonie an der Alten Landstraße. SO