Die alljährliche Schrein- und Lichterprozession in Kaiserswerth beim Start vor der Basilika. Foto: SO

Schrein- und Lichterprozessiom

Ein Höhepunkt und der Abschluss des Suitbertusfestes in Kaiserswerth, jeweils am ersten Wochenende im September, war auch in diesem Jahr wieder die Schrein- und Lichterprozession  am Sonntagabend, 8. September. Bei spätsommerlichem Wetter zogen  mehrere Hundert Teilnehmer nach einer Vesper mit Monsignore Oliver Boss in der Basilika durch die Altstadt. Anlass ist die Heiligsprechung von Suitbertus (657 -713). Schon als Bischof geweiht, und als Gefährte des Friesenapostels Willibrod , missioniert er die Brukterer zwischen Ruhr und Lippe. Als die noch heidnischen Sachsen nach Westen vorrückten und Suitbertus vertrieben, schenkte ihm 695 das  fränkische Herrscherpaar Pippin der Mittlere und seine Frau Plektrudis eine Insel im Rhein, das heutige Kaiserswerth. Der Rhein war damals die Grenze zwischen dem bereits christlichen, fränkischen Merowingerreich und den  noch heidnischen Germanen östlich des Rheins.  Suitbertus  baute eine Kirche und gründete ein Kloster , das spätere Kaiserswerther Stift. Schon bald nach seinem Tod 713 wurde er als Heiliger verehrt. Einer  Legende nach soll er am 4. September 803 durch Pappst Leo III. und im Beisein von Kaiser Karl dem Großen  heilige gesprochen worden sein.  Seine Gebeine sind zusammen mit Gebeinen des Hl. Willibrord in einem vergoldeten  Reliquienschrein in der Basilia aufbewahrt. Für die Schrein- Lichterprozession wird der Eichensarg aus dem vergoldeten Schrein  entnommen und in einem für die Prozessionen geeigneten Schrein umgebettet. Auf der Kutsche  mit den  vorgespannten „ Hochzeitsschimmeln“ der Eheleute Filitz wurde er in der Prozession mitgeführt. Ein eindrucksvolles Erlebnis im mit Kerzenlichter geschmückten Kaiserswerth. SO

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